Das Thema KI ist in aller Munde. Es wirft viele Fragen auf, und dennoch weiss kaum jemand so genau Bescheid. Was müssen Sie als Unternehmer beachten? Wo sollten Sie sofort handeln, und wo lohnt es sich, Zeit zu investieren und strategisch vorzugehen?
Mit dieser Serie möchten wir Sie bei der Beantwortung dieser Fragen unterstützen – praxisnah, mit fundierten Informationen sowie klar und verständlich aufbereitet.
Sofortmassnahmen: Den unregulierten Einsatz von KI durch Mitarbeitende gezielt steuern und sichere Alternativen bereitstellen – statt KI pauschal zu verbieten.
Das Wichtigste für jedes Unternehmen, unabhängig von seiner Grösse oder Branche, ist die Klärung und Erarbeitung von Prozessen und Richtlinien zum Umgang mit externen KI-Tools. Viele Mitarbeiter nutzen bereits die bekannten Tools aus den USA wie ChatGPT und Claude. Weitere kostenlos verfügbare Anwendungen werden verwendet für Analysen und Kommunikation, unabhängig von den Unternehmensvorgaben. Dabei werden Unternehmens- und Kundendaten an Dritte weitergegeben, die oft nicht dem Schweizer Recht unterliegen, wo die Daten zu Trainingszwecken verwendet werden. Dabei sind diese ausserhalb der Kontrolle des Unternehmens. Hier ist schnelles Handeln gefordert, insbesondere in sensiblen Branchen wie Banking, Treuhand oder Anwaltskanzleien.
Die Risiken informelle Nutzung von KI durch Mitarbeiter
Vielen Unternehmen ist nicht bewusst, dass in den meisten Büros bereits KI eingesetzt wird, geschweige denn welche Tools und das ohne Regeln oder Erlaubnis. In der IT spricht man in diesem Zusammenhang oft von Shadow AI. Damit ist der ungeregelte und gegen die Richtlinien verstossende Einsatz von KI durch Mitarbeiter gemeint. Verschiedene Erhebungen sprechen von 30 bis 60 Prozent unreguliertem oder gegen die Regeln verstossendem KI-Einsatz in Unternehmen. Wichtig ist, dass es hier nicht darum geht, dass Ihre Mitarbeiter dem Unternehmen bewusst Schaden zufügen wollen. Sie möchten ihre Arbeit vereinfachen und bessere Leistungen erbringen, zum Beispiel durch verbesserte Berichte, E-Mails oder Blogartikel. Sie sind begeistert von den neuen Tools und den Möglichkeiten, die diese bieten. Sie befinden sich im gleichen Dilemma wie wir alle. Wir sind wie Kinder: offen, verspielt, aber auch naiv und uns unseres Unwissens oft nicht bewusst.
Datenschutz
Oft machen sich nicht nur die Mitarbeiter, sondern auch die Geschäftsleitung keine Gedanken darüber, was dies für den Datenschutz der eigenen Daten und derer von Kunden bedeutet. Der Datenschutz wird oft als lästig empfunden, als etwas, das irgendwie dazugehört, aber nicht so wichtig ist. Oft muss erst ein Vorfall eintreten, damit dies bei Unternehmen an Relevanz gewinnt – vielleicht ist es dann aber bereits zu spät.
WICHTIG zu beachten!
DSG
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DSG-Artikel
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Relevanz bei Shadow AI
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|---|---|
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Werden Kundendaten ohne Freigabe in externe KI-Dienste eingegeben, verliert das Unternehmen die Kontrolle darüber, ob die erforderlichen technischen und organisatorischen Massnahmen eingehalten werden und ob die gesetzlichen Anforderungen an einen externen Auftragsbearbeiter erfüllt sind. (Fedlex)
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Unternehmen müssen betroffene Personen bereits bei der Beschaffung ihrer Personendaten transparent über die Bearbeitung informieren. Werden Personendaten später durch nicht genehmigte KI-Dienste verarbeitet oder an externe Anbieter übermittelt, ist diese Informationspflicht häufig nicht mehr erfüllt. (Fedlex)
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KI-Anwendungen können – insbesondere bei der Verarbeitung von E-Mails, Supportanfragen oder anderen Personendaten – ein hohes Risiko für die Persönlichkeit oder Grundrechte darstellen. In solchen Fällen kann eine Datenschutz-Folgenabschätzung erforderlich sein. Bei Shadow AI weiss das Unternehmen oft nicht einmal, dass Personendaten in externe KI-Modelle gelangen, wodurch diese Pflicht nicht erfüllt werden kann. Der EDÖB nennt ausdrücklich den Einsatz neuer Technologien als möglichen Auslöser einer DSFA. (Eidgenössischer Datenschutzbeauftragter)
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Wird bekannt, dass Mitarbeitende Personendaten unkontrolliert an externe KI-Dienste übermittelt haben, kann dies – je nach Risiko für die betroffenen Personen – eine meldepflichtige Verletzung der Datensicherheit darstellen. Das Unternehmen muss den Vorfall beurteilen und gegebenenfalls dem EDÖB melden. (Fedlex)
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Cloud Act
Wettbewerbsvorteile verlieren – Kundendaten, Strategien, Geschäftszahlen und F&E
Wenn Sie Daten in ein kostenloses oder Abomodell bei einem Sprachmodell, welches in der Cloud betrieben wird, eingeben, werden diese in der Regel für das Training des Modells verwendet. Wir zeigen dies nachfolgend in einer Tabelle ganz konkret auf – welches Tool und welches Abo mit welchem Level an Datenautonomie arbeitet. Das heisst, das Wissen, die Strategien und die Daten Ihrer Kunden, die Sie über Jahre aufgebaut haben, werden für die Schulung und die Antworten Ihrer Mitbewerber genutzt. Was in welcher Form genau genutzt wird, kann Ihnen niemand sagen. Dies liegt an den Funktionsweisen der Modelle, die nicht transparent sind. Nicht einmal die Entwickler können Ihnen genau sagen, welche Auswirkungen dies hat. Klar ist einfach, dass Sie mit der Eingabe von Daten diese mit allen teilen, welche das jeweilige Modell nutzen. Entsprechend ist das Risiko nicht von der Hand zu weisen.
Wie wird das Risiko einer KI-Anwendung beurteilt?
Nicht jede KI-Anwendung stellt automatisch ein hohes Risiko dar. Entscheidend ist vielmehr, welche Daten verarbeitet werden, wo diese verarbeitet werden und welche Auswirkungen ein Fehler oder ein Datenverlust auf das Unternehmen hätte.
Für eine erste Einschätzung braucht es weder vertiefte IT-Kenntnisse noch ein umfassendes Verständnis von künstlicher Intelligenz. Bereits mit einigen einfachen Überlegungen lässt sich das Risiko eines Anwendungsfalls gut beurteilen.
Stellen Sie sich beispielsweise folgende Fragen:
- Werden Unternehmens-, Kunden- oder Personendaten verarbeitet?
- Verlassen diese Daten das Unternehmen und werden auf einem externen Cloud-Dienst verarbeitet?
- Würde ein Datenverlust oder eine Offenlegung dem Unternehmen schaden?
Je häufiger Sie diese Fragen mit Ja beantworten, desto höher ist in der Regel auch das Risiko der jeweiligen Anwendung.
Deshalb bewertet die folgende Übersicht nicht die KI-Tools selbst, sondern den konkreten Anwendungsfall. Eine Internet-Recherche mit öffentlich verfügbaren Informationen ist beispielsweise deutlich weniger kritisch als die Analyse eines Vertrags, eines Finanzberichts oder von produktivem Quellcode. Für Unternehmen ist es deshalb wichtiger, den jeweiligen Einsatz zu bewerten als das verwendete KI-Modell als ganzes.
Welche Tätigkeiten bergen welche Risiken?
Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Einsatzgebiete von KI und bewertet deren Risiken aus Unternehmenssicht. Sie dient als praxisnahe Orientierung und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Je nach Branche, Unternehmensgrösse und Anwendungsfall kann eine deutlich detailliertere Risikobeurteilung erforderlich sein.
Wichtig: Die Bewertung bezieht sich auf den Shadow-Einsatz von KI, also auf nicht autorisierte, öffentlich verfügbare Cloud-KI-Dienste, bei denen die Daten das Unternehmen verlassen. Selbst betriebene oder freigegebene KI-Lösungen unterliegen einer separaten Risikobeurteilung und können – bei geeigneten technischen und organisatorischen Massnahmen – deutlich anders bewertet werden.
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Tätigkeit
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Einstufung
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Erläuterung
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|---|---|---|
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Research
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Relativ unkritisch
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Keine internen Informationen für Recherche: Wenn bei der Anfrage keine Unternehmens- und Kundendaten eingespeist werden, ist dieser Teil unproblematisch.
Quellenkontrolle/Faktencheck: Dies ist auch, oder noch mehr und zwar inhaltlich bei KI-Recherchen, sicherzustellen. Dies gilt besonders, wenn die aus der Recherche gewonnenen Informationen die Grundlage für Entscheidungen bilden. Das Gleiche gilt aber auch bei Recherchen für die Kommunikation nach aussen. |
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Ideengewinnung
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Relativ unkritisch
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Informationen über Firma und Kunden: Hier kommt es darauf an, wie viele und welche Informationen eingespeist werden, um Vorschläge zu erstellen. Hier gilt: weniger ist mehr und wenn, dann stark anonymisiert in hypothetischer Form.
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Überarbeitung
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Kritisch
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Informationen über Firma und Kunden: Gerade E-Mails, welche am häufigsten überarbeitet werden aus einer Konversation oder einem Sachverhalt neu erstellt werden, gehen immer Informationen nach aussen.
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Kommunikation
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Kritisch
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Schaden des Unternehmensimages nach aussen: Das automatisierte Erstellen von Kunden- oder Partner-E-Mails birgt Risiken durch fehlerhafte Formulierungen, potenziellen Bias oder unbeabsichtigte Offenlegungen. Im Gegensatz zum vorherigen Punkt geht es hier nicht um die in der E-Mail enthaltenen Informationen, sondern um die fehlerhafte Erstellung sowie die mangelnde Kontrolle durch die Mitarbeitenden vor dem Versand oder der Veröffentlichung.
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Dokumentation
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Relativ kritisch
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Rechtsrisiko – Fehlerhafte Formulierungen: Technische oder rechtliche Dokumentation über KI kann zu Missverständnissen führen, besonders wenn juristische Nuancen nicht verstanden werden.
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Schulungen / Lernunterlagen
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Relativ kritisch
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Inhaltlich korrekt? Bias oder Fehlinformation? Schulungen werden teils automatisiert generiert, ohne Fachexperten-Rückkopplung, dies ist immer ein absolutes Unding.
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Reporting / Reporting-Automatisierung
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Hoch kritisch
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Für die Erstellung von Reports müssen in der Regel relevante Unternehmens-, Markt- und Geschäftsdaten verarbeitet werden. Daher ist grundsätzlich davon abzuraten, diese Daten in externe KI-Systeme einzuspeisen.
Komplexität Interpretation und Annahmen: Bei automatischer Report-Erstellung können Zahlen falsch interpretiert oder aus dem Kontext gerissen werden – Vertrauensverlust inklusive. Es handelt sich bei einem Sprachmodell nicht um einen fixen Algorithmus, das heisst, es spuckt jedes Mal ein anderes Ergebnis aus. Je mehr unterschiedliche Parameter berücksichtigt werden müssen, desto stärker steigt das Fehlerrisiko.
Prompting Skills: Es geht weniger um Prompt Skills als darum, genau zu wissen, was man will und was dafür erforderlich ist. Nur dann kann man auch eine detaillierte und sauber strukturierte Anfrage stellen. Dies benötigt mehr Wissen und Zeit, nimmt aber einen Teil der Fehlerquellen. Das Problem ist, dass oft der Mitarbeiter die Zusammenhänge selbst nicht verstanden hat. Wie soll er also einen guten Prompt verfassen?
Hier entstehen somit zwei Fehlerquellen: das Sprachmodell und der Mitarbeiter – eine fatale Kombination.
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Vibe Coding
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Kritisch
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Skill und Know-how: Das grösste Risiko liegt nicht primär in der KI, sondern im fehlenden Fachwissen der Anwender. Ohne ausreichendes Verständnis von Softwareentwicklung, Softwarearchitektur und IT-Sicherheit können generierter Code und dessen Auswirkungen nicht zuverlässig beurteilt werden. Im professionellen Umfeld müssen Anwendungen jederzeit nachvollziehbar, wartbar, dokumentiert und sicher sein. Diese Anforderungen schränken den Einsatz von Vibe Coding erheblich ein.
Ein weiteres Risiko besteht darin, dass Mitarbeitende Anwendungen, Skripte oder Automatisierungen entwickeln, um ihre Arbeit zu vereinfachen, und diese produktiv einsetzen, ohne den generierten Code wirklich zu verstehen. Häufig wird lediglich geprüft, ob die Anwendung scheinbar den gewünschten Zweck erfüllt. Ob der Code Sicherheitslücken enthält, unerwünschte Funktionen ausführt, Malware beinhaltet oder sensible Unternehmensdaten an Dritte übermittelt, bleibt dabei oft unbemerkt. Unternehmensrichtlinie: Der produktive Einsatz von mittels Vibe Coding erstellten Anwendungen, Skripten oder Automatisierungen ist Mitarbeitenden grundsätzlich zu untersagen, sofern diese nicht durch die zuständige IT- und Informationssicherheitsverantwortung geprüft, dokumentiert und ausdrücklich freigegeben wurden. Das Sicherheits- und Compliance-Risiko eines unkontrollierten Einsatzes ist zu hoch. Modularisierung / Modulare Architektur: Anwendungen sollten konsequent modular aufgebaut werden. Dies erleichtert die Nachvollziehbarkeit, verbessert die Wartbarkeit und ermöglicht es, Fehler oder Sicherheitslücken gezielt und schnell zu beheben. Kontrolle: Generierter Code muss vor dem produktiven Einsatz umfassend geprüft werden. Neben Funktionstests sind insbesondere Sicherheitsprüfungen und Code-Reviews erforderlich. Zusätzlich empfiehlt es sich, den Code durch ein zweites KI-Modell oder einen unabhängigen Entwickler auf Sicherheitslücken, Schwachstellen und unerwünschtes Verhalten überprüfen zu lassen. Der Grundsatz lautet: Kein KI-generierter Code ohne menschliche Kontrolle und Freigabe. |
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Code-Controlling
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Hoch kritisch
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Dies setzt voraus, dass Sie den vollständigen Quellcode in eine KI einspeisen. Damit übergeben Sie unter Umständen Geschäftsgeheimnisse und geistiges Eigentum an ein externes System. Besonders kritisch ist dies bei Software, die Sie für Kunden entwickeln und die einen wesentlichen Bestandteil Ihres Geschäftsmodells darstellt. Dasselbe gilt für Quellcode geschäftskritischer Anwendungen oder Prozesse. Solcher Code sollte grundsätzlich nicht in externe KI-Systeme eingegeben werden.
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Analyse
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Hoch kritisch
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Herausgabe von internen Daten: Bei der Analyse von internen Daten ist es immer hoch kritisch. Dabei werden grössere Datenmengen nach aussen gegeben und in einem unkontrollierten Setting.
Zusätzlich kommt das Fehler Risiko dazu!
Das Fehlerrisiko ist extrem hoch. Umso mehr Daten, Variablen und Interpretationsspielraum gegeben ist, wird die Wahrscheinlichkeit von Fehlern grösser. Entsprechend muss das Controlling stimmen, dies auch bei selbst gehosteten Modellen. |
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Automatisierungen
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Hoch kritisch
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Kontroll- & Datenverlust: Heute kann jeder ohne technisches Skillset E-Mail-Konten, Kalender, Datenbanken mit einer externen KI verknüpfen. Dabei geht für Unternehmen der Datenabfluss und die Datenkontrolle komplett verloren.
Risiko Datenkonsistenz: Hier kommen dann zusätzlich die Probleme zum Tragen, dass viele Unternehmen keine Datenkonsistenz haben, teils noch mit diversen Tools und Excel arbeiten und dadurch die Fehlerwahrscheinlichkeit extrem hoch ist.
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Forschung & Entwicklung
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Höchstes Risiko
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Aktiver Forschungseinsatz – hoher Datenverlust: Will ich KI zur aktiven Forschung einsetzen, muss ich die KI mit viel bestehenden Informationen füttern. Dies bedeutet, dass ich viel des erarbeiteten Wissens aus Forschung und Entwicklung preisgeben muss. Hier kann man sich ganz einfach fragen, würde man diese Informationen in einem Businesslunch mit einem Mitbewerber offenlegen? In der Regel eher nicht. Damit ist das Risiko auch schon beschrieben.
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KI-Dienste, die von Mitarbeitenden als Shadow AI genutzt werden können!
Generell gilt: On-Premises beziehungsweise eine dedizierte Cloud eines Schweizer Anbieters mit einem Open-Source-Modell ist der Goldstandard. Hier geht es jedoch um die Tools, die Mitarbeiter täglich im informellen Rahmen nutzen, also einfach zugänglich sind. Um hier Regeln zu definieren und die Mitarbeiter zu schulen, müssen Sie wissen, worauf Sie achten müssen und welche Tools sich dafür inwiefern eignen.
Tools im Vergleich
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Tool
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Firma & Sitz
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Rechenzentrums-Standorte
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Geltende Gesetzgebung
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Risikobewertung
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Preismodell & Hosting
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Preismodell & Hosting
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Preismodell & Hosting
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Preismodell & Hosting
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Preismodell & Hosting
|
Preismodell & Hosting
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|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
|
Tool
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Firma & Sitz
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Rechenzentrums-Standorte
|
Geltende Gesetzgebung
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Risikobewertung
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Nicht eingeloggt
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Eingeloggt – Free
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Paid – Pro
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Enterprise / Private
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Enterprise (Einstiegspreis p.P.)
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Selfhosting
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Google LLC, Mountain View, USA
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Global – USA, EU (z. B. Deutschland), APAC
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Cloud Act, DSGVO (EU), DSG (CH)
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Cloud Act mittel bis hoch
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❌ Shared, keine Isolation
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🔸 Free via Workspace – Shared, Googles Training möglich
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🔸 Workspace Pro/Business: Shared, aber keine Training-Nutzung; DLP/Admin-Kontrollen möglich
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✅ Gemini Enterprise: dediziert, keine Modellweitergabe, EU-Region, Admin/Compliance
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Ca. 36 USD/Monat
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Nein
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OpenAI, San Francisco, USA
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USA v. a. Texas; Server bald Indien/UAE
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Cloud Act, DSGVO, DSG
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Cloud Act mittel bis hoch
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❌ Shared Cloud; Eingaben geloggt und potentiell trainiert
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🔸 Free/Plus ($20-$25 p.M.): personalisiert, Shared-Tenant, Logging, Training möglich
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🔸 Pro ($200 p.M.): Shared-Tenant, Training-Opt-Out möglich, aber keine Admin-Kontrolle
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✅ Business: isolierter Workspace, Admin-Konsole, SSO, keine Trainingsnutzung der Unternehmensdaten.
✅ Enterprise: erweiterte Security, Datenresidenz, Rollenmodell, EKM, SCIM, keine Trainingsnutzung. |
ca. 60 USD/Monat, ≥150 Seats
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Nein
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Mistral AI, Paris, Frankreich
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Frankreich
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DSGVO, DSG
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Kostenlos testbar – Shared
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❌ Shared-Testmodus
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🔸 Free: Shared
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🔸 Pro (~15 EUR/Monat): Shared-Tenant, mehr Nutzung, Shared-Team-Modus verhindert Training im Team
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✅ Enterprise: Self-host/VPC/Mistral-Cloud, volle Datenkontrolle
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Auf Anfrage – keine öffentliche Angabe
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Ja
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xAI (Elon Musk), USA
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Wahrscheinlich USA (xAI Infrastruktur) + Web frontend
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Cloud Act, DSGVO/DSG
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Cloud Act mittel bis hoch
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❌ Public/Web/App Shared
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🔸 Free/Premium via X Premium: Shared, Training möglich
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🔸 Premium+: Shared, höhere Limits, aber keine Isolation
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❌ Kein Enterprise-Modus verfügbar
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Nicht verfügbar
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Nein
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Anthropic, USA
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USA, AWS GovCloud für Gov-Modelle
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Cloud Act, DSGVO/DSG
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Cloud Act mittel bis hoch
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❌ Public Demo Shared
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🔸 Free/Pro ($17-20 p.M.): Shared-Tenant, Training möglich
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🔸 Max ($100/$200 p.M.): Shared, mehr Nutzung
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✅ Business/Enterprise: Workspace-Instanz, VPC, SSO, Admin-Kontrollen, keine Trainingsnutzung
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ca. 30 USD/Monat (individuelle Enterprise-Offerte)
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Nein
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DeepSeek (High-Flyer), Hangzhou, China
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China (vermutlich Hangzhou) + globale API
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Chinesisches Datenschutzrecht, PIPL (China), lokale Regulierungen
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China hoch
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❌ Shared-API China
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🔸 Free/API Tier: Shared, hohe Datenrisiken
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🔸 Paid API-Tarife: Shared-API, höhere Nutzung, aber keine Isolation
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❌ Kein Enterprise, keine dedizierte Instanz
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Nicht verfügbar
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Ja
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Alibaba Group, Hangzhou, China
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China sowie internationale Alibaba-Cloud-Regionen (u. a. Singapur)
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Chinesisches Datenschutzrecht, PIPL (China), lokale Regulierungen
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China hoch
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❌ Shared Web-Chat
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🔸 Free: Shared Tenant, Datenverarbeitung in der Alibaba Cloud
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🔸 Token-/Coding-Plan, Shared Tenant, höhere Limits, keine Isolation
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⚠️ API über Alibaba Cloud (DashScope/Qwen Cloud), keine klassische dedizierte Enterprise-Instanz wie ChatGPT Enterprise oder Gemini Enterprise
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Keine öffentliche Seat-Pricing-Angabe (API-/Token-basierte Abrechnung)
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Ja
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Wie zu sehen ist, gewährleisten alle Tools in den Modellen, welche die Mitarbeiter privat und somit informell nutzen, nicht, dass die Daten nicht direkt oder indirekt abfliessen.
- Direkt: Datendiebstahl oder Einsicht durch Behörden, wie über den Cloud Act in den USA.
- Indirekt: Die eingegebenen Daten werden genutzt, um andere Aufgaben bei Mitbewerbern zu erledigen. Dabei kann Wissen, das von Ihnen stammt, genutzt werden. Das Problem ist, dass weder Sie, der Anbieter noch der Mitbewerber dies merken. Dies ist eine Eigenheit der Funktionsweise von KI.
Welche KI-Tools sollten Unternehmen ihren Mitarbeitenden bereitstellen?
Ist der Geist einmal aus der Flasche, bekommt man ihn nicht mehr zurück. Der Geist in unserem Fall ist der Einsatz von KI im Geschäftsalltag. Wie wir später noch aufzeigen werden, ist der Effizienzgewinn, wenn die Resultate kontrolliert und qualitativ hochwertig sein sollen, gar nicht so hoch. Die Resultate können aber durchaus besser sein. Allerdings hat sich die Arbeitsweise verändert und sie können das Rad schlecht zurückdrehen. Viele würden sich nicht daran halten und andere wären vielleicht frustriert, was die Performance sinken lassen könnte. Beides sind Dinge, die sie nicht wollen. Also bieten sie schnell die beste Lösung an, die sie kurzfristig zu überschaubaren Kosten bereitstellen können.
Welche Funktionen sind wie relevant?
Wichtig: Die Relevanz wird danach bewertet, für wie viele Mitarbeitende eine Funktion im Arbeitsalltag einen konkreten Mehrwert bietet. Die Bewertung bezieht sich auf den allgemeinen Einsatz im Unternehmen – ohne vertiefte KI-Strategie oder spezifische Integrationen, sondern ausschliesslich auf eine grundlegende Schulung und die Bereitstellung der KI-Tools für alle Mitarbeitenden.
Je nach Branche, Funktion oder Aufgabenbereich kann eine hier als «gering» eingestufte Funktion dennoch einen sehr hohen Nutzen haben. Die folgende Übersicht dient daher als praxisnahe Orientierung und soll Entscheidungsträgern einen schnellen Überblick über die Prioritäten verschaffen.
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Funktion
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Beschreibung
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Nutzen
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Einsatzgebiet
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Relevanz
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ChatGPT
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Claude
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Mistral AI (Mistral Vibe)
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Gemini
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Grok
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DeepSeekChat
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Qwen
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|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
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Chatbot / Sprachmodell
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Interaktiver KI-Assistent für In- und Output-Verarbeitung
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Sofortige Antworten, Assistenz, Skalierbarkeit
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Support, HR, Wissensarbeit
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sehr hoch
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✅
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✅
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✅
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✅
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✅
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✅
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✅
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Internet-Recherche
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Live-Webzugriff, Quellenprüfung, Deep-Research-Agenten
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Fundierte Recherche in Echtzeit
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Strategie, Marktanalyse, PR
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sehr hoch
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✅
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✅
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✅
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✅
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✅
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✅
|
⚠️
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Dokumentenanalyse
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Analyse von PDFs, Formaten, Bildern, Eingabe via Upload
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Verträge, Berichte effizient prüfen
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Legal, Finanzen, Audits
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sehr hoch
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✅
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✅
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✅
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✅
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✅
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✅
|
✅
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Code-Analyse & -Ausführung
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Erklärung und Ausführung von Code-Snippets, Debugging
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Automatisierte QA, Test, Debugging
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DevOps, QA, Entwicklung
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klein
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✅
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✅
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✅
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✅
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✅
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(✅)
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✅
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Coding (Generierung)
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KI-generierte Programmierhilfe
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Schnelles Prototyping, Effizienzsteigerung
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Entwicklung, RPA, Tools
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klein
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✅
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✅
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✅
|
✅
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✅
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✅
|
✅
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Bildgenerierung
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Generierung von Bildern: Text zu Bild, Bild und Text zu Bild
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Marketingbilder, Mockups, Kreativinhalte
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Marketing, Design
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mittel
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✅
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❌
|
(✅)
|
✅
|
✅
|
❌
|
⚠️
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Videogenerierung
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Generierung von Videos: Text zu Video, Bild und Text zu Video
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Skalierbare Video-Inhalte für Schulung oder Werbung
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E-Learning, Marketing, Social Media
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klein
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✅
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❌
|
❌
|
✅
|
❌
|
❌
|
❌
|
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Sprachsynthese (TTS)
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Natürliche Sprachausgabe von Texten
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Voice-Overs, barrierefreier Content
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E-Learning, Assistenz
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klein
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✅
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(✅ )
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❌
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✅
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✅
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❌
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⚠️
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|
KI-Agenten (autonom)
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Ausführung mehrstufiger Aufgaben (Recherche, Planung etc.)
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Vollautomatisierte Backoffice-Tasks
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Backoffice, Planung, Projektassistenz
|
mittel
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✅
|
✅
|
✅
|
✅
|
✅
|
❌
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❌
|
|
Automationsplattform-Integration
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Schnittstellen zu Zapier, PowerAutomate usw.
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Ende-zu-Ende Automatisierung ohne Programmieraufwand
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Marketing, Sales, IT, Prozesse
|
mittel
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✅
|
✅
|
✅
|
✅
|
⚠️
|
❌
|
⚠️
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|
Datenvisualisierung
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Automatische Charts / KPI Reporting aus Daten
|
Schnell verständliche Reports, bessere Entscheidungen
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Controlling, BI, Finanzen
|
mittel
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✅
|
✅
|
✅
|
✅
|
❌
|
❌
|
❌
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|
Multimodalität
|
Verarbeitung von Text, Bild, Code, Audio kombiniert (auch Video-Input für Gemini)
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Komplexe Medienaufgaben in einem Tool
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Support, Kreativ, Dev, Forschung
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sehr hoch
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✅
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✅
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✅
|
✅
|
✅
|
✅
|
⚠️
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|
Audio-Transkription & Meeting-Assistent
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Transkription von Gesprächen, Meetings und Sprachaufnahmen inklusive Zusammenfassung, Aufgaben und Übersetzung
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Zeitersparnis, bessere Dokumentation, automatisierte Protokolle und Wissenssicherung
|
Meetings, Vertrieb, HR, Projektmanagement, Support
|
hoch
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✅
|
✅
|
⚠️
|
✅
|
⚠️
|
❌
|
✅
|
|
Legende
|
Legende
|
Legende
|
|---|---|---|
|
Relevanz
|
Begründung
|
Beispiel/Erläuterung
|
|
Sehr hoch
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Ist nicht nur im Büro und in technologischen Bereichen relevant, sondern auch im Handwerk von Nutzen.
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Chatbot/Fragenbeantworten (Integrierte Wissensdatenbank der Firma): Handwerker oder Bauarbeiter können schnell am Smartphone oder Tablet auf der Baustelle nachschauen, wie beispielsweise ein Strassenabschluss gemacht werden muss und welche Regelungen einzuhalten sind.
Internetrecherche: Handwerker können recherchieren, welche Stellen zuständig sind und die für sie am Standort zuständigen Personen im Unternehmen und extern mit den Kontaktangaben.
Dokumentenanalyse: Ein Bauarbeiter mit nicht ausreichenden Deutschkenntnissen kann ein Dokument fotografieren und die KI kann ihm den Inhalt in seiner Muttersprache übersetzen, wodurch Fehler auf dem Bau reduziert werden.
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|
Hoch
|
Ist vorwiegend für Wissensarbeiter und Bürotätigkeiten relevant und bietet dort einem grossen Teil der Mitarbeitenden einen konkreten Mehrwert.
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Datenvisualisierung: Wird benötigt, wenn eine Präsentation oder ein Bericht erstellt wird und die Daten visuell aufbereitet werden müssen, um Entwicklungen schnell und auf den ersten Blick verständlich zu machen.
Automatisierungen: Verschiedene Quellen wie Monatsreporting, Telefonanlage, CRM, E-Mail-Account und Kalender können zusammengeführt werden, um automatisch einen Report zu erstellen, der Massnahmen und Abschlüsse des letzten Monats aufzeigt.
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|
Mittel
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Wird in den meisten Bereichen und Jobs nur wenig gebraucht und in denen, in welchen es häufig gebraucht wird, ist eine kleine Gruppe an Leuten betroffen. Dies kann aber in bestimmten Fällen, wie bei einem Softwareunternehmen oder Werbeagentur, jeweils einen sehr hohen Mehrwert haben.
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Bildgenerierung: Hat im Arbeitsalltag auch im Büro keine grosse Relevanz. Für Werbeagenturen ist das jedoch neben Texten ein wichtiges Werkzeug, um schnell passende Beispielbilder für einen Pitch zu generieren.
KI-Agenten: Können wiederkehrende oder mehrstufige Aufgaben wie Recherchen, Planungen oder Informationsaufbereitung weitgehend automatisieren. Ihr produktiver Einsatz setzt jedoch ein gutes Verständnis der Möglichkeiten und Grenzen voraus und ist deshalb aktuell nur für einen kleineren Teil der Mitarbeitenden relevant.
Sprachsynthese (Text-to-Speech): Ist eine sehr spezifische Nische.
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|
klein
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Hier ist die Zielgruppe einfach sehr klein. In der jeweiligen Zielgruppe ist dann aber der Nutzen wiederum sehr hoch.
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Coding, Codeanalyse und Test: Hier kann über Text dem Modell beschrieben werden, was der Code am Ende des Tages in welcher Sprache machen soll. Dies brauchen Softwareentwickler täglich den ganzen Tag, alle anderen Jobs und Bereiche können davon nicht profitieren.
Videogenerierung: Wird aktuell nur von einer kleinen Gruppe von Mitarbeitenden eingesetzt. Trotz zunehmender Verbreitung spielt sie im allgemeinen Unternehmensalltag derzeit noch eine untergeordnete Rolle.
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Praxisnahe KI-Richtlinien statt komplexer Regelwerke
Ziel ist es, KI-Richtlinien so einfach und verständlich wie möglich zu gestalten. Komplexe Regelwerke werden im Arbeitsalltag selten konsequent angewendet und führen häufig zu Unsicherheit oder Fehlverhalten. Klare, praxisnahe Vorgaben schaffen Orientierung, erhöhen die Akzeptanz bei den Mitarbeitenden und erleichtern die Umsetzung im Unternehmen.
Richtlinien nach Funktionen und Abteilungen gestalten
Gestalten sie die Regeln für eine Tätigkeit wie «E-Mail verfassen auf Basis von Stichworten» abhängig von der Abteilung oder Funktion. Das Risiko in der externen Kommunikation ist sehr gering, schliesslich gehen die Informationen ohnehin nach aussen; die Frage ist nur wie und in welcher Form. Bei E-Mails mit potenziellen Kunden und bestehenden Kunden sieht die Situation im Sales-Bereich anders aus und nochmals anders, wenn es um die Buchhaltung geht. Wir empfehlen hier, nicht zu tief in die Anwendungen einzusteigen und es dadurch zu komplex zu machen, sondern mehr auf die Abteilungen zu fokussieren. Dies ist in der Regel einfacher und klarer für alle Beteiligten.
Mit klaren Anwendungsbeispielen arbeiten
Arbeiten Sie mit einfachen, klaren Anwendungsbeispielen. Verwenden Sie keine Aussagen wie «E-Mails mit vertraulichem Inhalt» oder «Präsentationen mit internen Zahlen». Solche Formulierungen führen zu Diskussionen, und Sie müssen genau definieren, was vertraulich ist und was nicht, was die Sache extrem komplex macht. Komplexität führt dazu, dass Richtlinien ignoriert werden – entweder aus Angst vor Konsequenzen wird dann gar nicht mit den Tools gearbeitet oder trotz Unklarheit und Unverständlichkeit werden die Regeln missachtet.
Wenn sie jedoch sagen, dass die E-Mail-Erstellung für die folgenden Funktionen oder Abteilungen erlaubt ist und für diese nicht, mag dies nicht immer fair erscheinen, aber es ist klar und verständlich.
Hier unser Input, wie Sie anhand dessen eine Liste für ihr Unternehmen erstellen können.
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Funktion
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Anwendungsbeispiel
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Risikobewertung
|
Begründung
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|---|---|---|---|
|
Chatbot
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E-Mail verfassen auf Basis-E-Mail-Verlauf
|
Sehr hoch
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Enthält in der Regel Personen-, Kunden- und Unternehmensdaten.
|
|
Chatbot
|
E-Mail verfassen auf Basis von Stichworten ohne Personenangaben und Unternehmensangaben
|
Mittel
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Geringes Datenrisiko, aber Risiken durch fehlerhafte oder unpassende Formulierungen.
|
|
Chatbot
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Korrektur von interner Kommunikation
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Hoch
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Interne Informationen und Unternehmenswissen werden an den KI-Dienst übermittelt.
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|
Chatbot
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Überarbeitung von externen Texten (z.B. Website)
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Niedrig
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Es werden ausschliesslich bereits veröffentlichte Inhalte verarbeitet.
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Internet-Recherche
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Recherche zu Marktbegleitern
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Niedrig
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Nutzung öffentlich verfügbarer Informationen ohne Unternehmensdaten.
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Internet-Recherche
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Recherche auf Basis von internen Projektinfos
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Hoch
|
Interne Informationen verlassen das Unternehmen.
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Dokumentenanalyse
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Analyse eines Vertragsdokuments
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Sehr hoch
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Verträge enthalten häufig vertrauliche oder personenbezogene Informationen.
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Dokumentenanalyse
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Zusammenfassung eines Whitepapers
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Niedrig
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Das Dokument ist öffentlich verfügbar und enthält keine vertraulichen Informationen.
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Coding
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Erstellung eines einfachen Skripts basierend auf Beschreibung
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Niedrig
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Es werden keine Unternehmensdaten oder produktiver Quellcode verwendet.
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Coding
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Optimierung von produktivem Quellcode
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Hoch
|
Offenlegung von geistigem Eigentum und geschäftskritischem Quellcode.
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Code-Analyse
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Erklärung eines Code-Snippets aus Öffentlicher Datenbank (Keine Firmeneigenen)
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Niedrig
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Analyse öffentlich verfügbarer Inhalte ohne Unternehmensbezug.
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Code-Analyse
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Fehlersuche in produktivem Unternehmenscode
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Hoch
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Produktiver Quellcode und Geschäftslogik werden extern verarbeitet.
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Bildgenerierung
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Erstellen eines Illustrationsbilds für einen Blogpost
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Niedrig
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Es werden keine vertraulichen Informationen verarbeitet.
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Bildgenerierung
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Erstellung eines Diagramms basierend auf internen Daten
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Hoch
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Interne Kennzahlen und Geschäftsdaten werden an den KI-Dienst übermittelt.
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Videogenerierung
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Erklärvideo zu Produktfeature basierend auf offenen Informationen
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Niedrig
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Es werden ausschliesslich öffentlich bekannte Informationen verwendet.
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Videogenerierung
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Onboarding-Video mit echten Mitarbeitenden
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Hoch
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Verarbeitung personenbezogener Daten sowie interner Unternehmensinformationen.
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Sprachsynthese
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Text-to-Speech für öffentliches Video
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Niedrig
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Grundlage sind bereits freigegebene Inhalte.
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Sprachsynthese
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Text-to-Spech mit sensiblen Unternehmensinhalten
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Hoch
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Vertrauliche Informationen werden an den KI-Dienst übertragen.
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KI-Agenten
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Automatisiertes Zusammenstellen von Berichten aus internen Systemen
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Sehr hoch
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Zusammenführung grosser Mengen sensibler Unternehmensdaten aus verschiedenen Quellen.
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KI-Agenten
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Erstellung eines Statusberichts aus öffentlich zugänglichen Daten
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Niedrig
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Es werden ausschliesslich öffentliche Informationen verarbeitet.
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Automationsplattform
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Automatisierter Export von Kalenderdaten
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Hoch
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Personenbezogene Daten und Termine werden automatisch an externe Dienste übertragen.
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Automationsplattform
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Automatisierte Erstellung eines Standard-Newsletters
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Niedrig
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Verarbeitung freigegebener Marketinginhalte ohne sensible Daten.
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Audio-Transkription
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Transkription eines internen Projektmeetings
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Sehr hoch
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Gespräche enthalten häufig vertrauliche Unternehmens- und Personendaten.
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Audio-Transkription
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Transkription eines öffentlichen Vortrags
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Niedrig
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Es werden ausschliesslich öffentlich zugängliche Inhalte verarbeitet.
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Sie erstellen eine Liste in diesem Stil und definieren dann was erlaubt ist mit externen Tools und mit welchen Tools. Wie Sie ja gesehen haben ist ausserhalb des Enterprise Angebotes jedes Tool mit Risiken behaftet.
Was sollte geschult werden?
Die folgende Übersicht enthält die wichtigsten Themen, die in einer grundlegenden KI-Schulung behandelt werden sollten. Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern dient als praxisnahe Orientierung. Ergänzend empfehlen wir, die unternehmensinternen Richtlinien sowie die relevanten Datenschutzbestimmungen (DSG/DSGVO) zu vermitteln und den Mitarbeitenden als Handout sowie in elektronischer Form bereitzustellen.
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Stichwort
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Bedeutung
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Konsequenzen
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Worst Case (realistisch durchgespielt)
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Shadow AI
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Gezielte, aber unerlaubte Nutzung von KI-Tools durch technisch affine Mitarbeitende
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Kontrollverlust, juristische Risiken, mögliche Kompromittierung von Unternehmens-Know-how
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Ein Entwickler nutzt sein privates Claude-Pro-Abo, um den Code einer internen Plattform zu debuggen – inklusive Zugriffstoken und Geschäftslogik. Claude verwendet die Anfrage im Shared Tenant. Wochen später fragt ein Externer nach „Best Practices für Kundenzugang in Versicherungsportalen“ und erhält eine Antwort, die exakt die verwendete Logik inklusive Variablennamen widerspiegelt.
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Dedizierte Umgebung
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Offiziell genehmigte, abgesicherte KI-Lösungen mit Datenisolation, Logging und Trainingsschutz
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Sicherheit ist gegeben – aber nur bei konsequenter Nutzung
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Das Unternehmen hat ChatGPT Enterprise lizenziert, doch einzelne Teams verwenden weiterhin die reguläre Plus-Version „aus Bequemlichkeit“. Eine Führungskraft lädt Finanzdaten in ihren privaten Pro-Account. Die Daten werden gespeichert und (versehentlich) trainiert. In einem späteren öffentlichen Beispiel verwendet GPT einen ähnlichen Textstil und dieselben Metriken in einer Präsentation für einen Drittanbieter.
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Falsches Sicherheitsverständnis
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Annahme, dass Free- oder Pro-Versionen "privat genug" seien
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Mitarbeitende handeln in gutem Glauben, aber verletzen Sicherheitsanforderungen
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Eine Praktikantin in der Produktentwicklung denkt, dass Gemini „in Google gespeichert und daher sicher“ ist. Sie laden den geplanten Funktionsumfang eines neuen Produkts ein, um daraus ein besseres FAQ zu erstellen. Das Modell speichert die Daten und verwendet sie. Zwei Wochen später erscheinen sehr ähnliche Formulierungen in der Antwort auf eine Nutzeranfrage bei einem Mitbewerber, der Gemini ebenfalls nutzt.
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Tool-Hopping / Fragmentierung
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Mitarbeitende wechseln je nach Präferenz zwischen Claude, Mistral, Grok etc., ohne Freigabe oder Abstimmung
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Unternehmensdaten sind verstreut, Audit & Kontrolle unmöglich
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Ein Projektmanager lädt Projektplanungsdaten in Claude, KPI-Ziele in Mistral und Abteilungsberichte in Grok, weil er „überall das Beste rausholen“ will. Keine der Plattformen ist offiziell freigegeben. Einige Wochen später erscheinen KPIs und Zielkonflikte in öffentlich zugänglichen Beispielen in Claude und Grok, die Rückschlüsse auf das Unternehmen zulassen.
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Datenschutz & DSGVO/nDSG
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Gesetzliche Grundlagen zum Umgang mit personenbezogenen und sensiblen Daten
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Strafzahlungen, Reputationsverlust, Vertragsverletzungen
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MA kopiert Kundendaten in ChatGPT für einen Antwortvorschlag – das Unternehmen wird wegen Datenschutzverstosses abgemahnt.
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Halluzinationen und Quellenprüfung
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KI kann falsche oder frei erfundene Informationen liefern. Ergebnisse müssen insbesondere bei fachlichen, rechtlichen oder geschäftskritischen Themen überprüft werden.
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Fehlentscheidungen, Falschinformationen, Reputationsschäden
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Ein Projektleiter lässt sich von einer KI technische Anforderungen für eine Ausschreibung erstellen und übernimmt diese ungeprüft. Mehrere Normen, Gesetze und Produktangaben sind frei erfunden. Das Unternehmen gibt ein fehlerhaftes Angebot ab, verliert den Auftrag und muss gegenüber dem Kunden die falschen Angaben erklären.
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Prompting & Datenminimierung
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Nur die Informationen an die KI übergeben, die für die Aufgabe zwingend erforderlich sind. Personen- und Unternehmensdaten möglichst anonymisieren.
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Reduziert Datenschutz- und Compliance-Risiken erheblich.
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Ein Mitarbeiter kopiert eine komplette E-Mail-Konversation mit Kunden-, Preis- und Projektdaten in ein öffentliches KI-Modell, obwohl für die Aufgabe lediglich zwei allgemeine Stichworte erforderlich gewesen wären. Dadurch gelangen unnötig grosse Mengen sensibler Unternehmens- und Personendaten an einen externen KI-Anbieter.
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Wie soll die Schulung aufgebaut sein?
Bewusstseinsbildung
Hier geht es darum, das Bewusstsein zu schärfen:
- Was kann man mit KI machen?
- Wie arbeiten KI-Modelle?
- Wie lernen KI-Modelle?
- Was verwenden welche Modelle für das Training?
- Was hat dies für Folgen?
- Was ist relevant im Umgang mit KI im Geschäftsalltag?
- Warum Halluzinationen entstehen und weshalb Ergebnisse immer überprüft werden müssen.
Es ist wichtig, dass die Teilnehmer verstehen, wie KI funktioniert und welche Auswirkungen der Einsatz von KI auf den Geschäftsalltag hat. Dies umfasst auch das Verständnis von ethischen Überlegungen und potenziellen Risiken.
Gesetzliche und regulatorische Grundlagen
Dies bezieht sich auf das Gesetz. Hier geht es also nicht darum, was ich als Unternehmen erlaube und was nicht, sondern was bezüglich des Datenschutzgesetzes überhaupt erlaubt ist mit Daten von Kunden:
- Welche Daten sind Kundendaten?
- Wo dürfen diese verarbeitet werden?
Hier wird klar, dass bereits gesetzlich das meiste ohne Information der Kunden nicht erlaubt ist, insbesondere in Umgebungen, die nicht klar getrennt sind, wie beispielsweise Enterprise-Umgebungen.
Richtlinien & Tools vorstellen
- Was ist aus welchen Gründen wie geregelt?
- Welche Tools werden allenfalls vom Unternehmen zur Verfügung gestellt?
Dazu haben wir bereits Beispiele aufgezeigt. Es ist wichtig, dass die Mitarbeiter wissen, welche Tools sie verwenden dürfen und welche nicht. Dies hilft, Missverständnisse zu vermeiden und die Sicherheit zu gewährleisten.
Rollenspiel / Szenarien-Training
Praxisbeispiele durchgehen und "Was würdest du tun?"-Fragen stellen. Hier geht es darum, das Ganze praxisbezogen zu vertiefen. Rollenspiele und Szenarien helfen den Teilnehmern, das Gelernte in realen Situationen anzuwenden und ihre Entscheidungsfähigkeiten zu verbessern.
Test
Klingt altmodisch, aber am besten sind regelmässige Szenarientrainings. Es geht nicht um einen Test im klassischen Sinn, sondern darum, dass die Themen präsent bleiben. Regelmässige Übungen helfen, das Wissen zu festigen und sicherzustellen, dass die Mitarbeiter die Richtlinien und Verfahren nicht vergessen.
Dokumentation / Meldemechanismus
- Alle Infos und Regeln müssen den Mitarbeitern in einfacher und klarer Form elektronisch zur Verfügung gestellt werden.
- Ein Meldemechanismus sollte kommuniziert werden, wie neue Anwendungen beantragt werden können und bei welcher Stelle.
- Mitarbeitende sollten wissen, an wen sie sich wenden können, wenn sie unsicher sind, ob ein Anwendungsfall zulässig ist.
Es handelt sich schliesslich um ein überaus dynamisches Umfeld und es ist wichtig, dass die Mitarbeiter wissen, wie sie neue Tools vorschlagen und Feedback geben können.
Unsere Empfehlungen zum Umgang mit Shadow AI
Regeln und Prozesse definieren
Definieren Sie klare Regeln im Umgang mit KI-Modellen. Erarbeiten Sie Prozesse, die es ermöglichen, den Umgang dynamisch weiterzuentwickeln. Dies umfasst:
- Wie Mitarbeiter die Nutzung von Tools in neuen Kontexten beantragen können.
- Wie neue Tools vorgeschlagen und bewertet werden können.
- Wie neue Mitarbeiter geschult werden.
- Wer neue Szenarien entwickelt und verantwortlich ist für die kontinuierliche Schulung
Es ist wichtig, dass diese Prozesse klar kommuniziert und leicht zugänglich sind, damit Mitarbeiter wissen, wie sie vorgehen sollen, wenn sie neue Anwendungen oder Kontexte für bestehende Tools vorschlagen möchten.
Alternative anbieten
Bieten Sie den Mitarbeitenden eine Enterprise-Lösung an, die die für den Arbeitsalltag relevanten Funktionen abdeckt. Aus unserer Sicht eignet sich Mistral AI derzeit besonders gut, da sowohl das Unternehmen als auch die Cloud-Infrastruktur in Europa angesiedelt sind. Für Unternehmen mit besonders hohen Anforderungen an Datenschutz und Compliance besteht zudem die Möglichkeit, die Modelle in einer dedizierten Umgebung oder vollständig On-Premises zu betreiben. Dadurch können datenschutzrechtliche Risiken gegenüber öffentlichen Cloud-Diensten erheblich reduziert werden.
Wer ausschliesslich auf eine Schweizer Infrastruktur setzen möchte, findet zudem verschiedene Anbieter, welche europäische oder Open-Source-Modelle in Schweizer Rechenzentren betreiben oder als Managed Service anbieten.
Schulung
Die Schulung der Mitarbeiter zu den Themen sollte wiederholt und angepasst werden, um sicherzustellen, dass alle auf dem neuesten Stand sind. Diese Schulungen sollten auch ein fester Bestandteil der Einarbeitung neuer Mitarbeiter sein. Die Schulungen sollten folgende Aspekte umfassen:
- Bewusstseinsbildung: Schärfung des Bewusstseins für die Möglichkeiten und Grenzen von KI, wie KI-Modelle funktionieren und lernen, und welche Folgen die Nutzung hat.
- Unterscheidung legal/illegal: Klärung, welche Daten Kundendaten sind und wo diese verarbeitet werden dürfen, unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorgaben.
- Richtlinien und Tools: Vorstellung der Unternehmensrichtlinien und der zur Verfügung gestellten Tools.
- Rollenspiel/Szenarien-Training: Praxisbeispiele und "Was würdest du tun?"-Fragen, um das Gelernte praxisbezogen zu vertiefen.
- Tests: Regelmässige Szenarientrainings, um das Wissen zu festigen und sicherzustellen, dass die Themen präsent bleiben und verstanden wurden.
- Dokumentation/Meldemechanismus: Bereitstellung aller Informationen und Regeln in einfacher und klarer Form sowie Kommunikation eines Meldemechanismus für neue Anwendungen.
Durch diese umfassende Schulung und klare Richtlinien können Unternehmen sicherstellen, dass ihre Mitarbeiter KI-Tools sicher, regelkonform und effizient nutzen und gleichzeitig den unkontrollierten Einsatz von Shadow AI deutlich reduzieren.
FAQs
Was ist Shadow AI?
Shadow AI bezeichnet den Einsatz von KI-Tools durch Mitarbeitende ohne Wissen, Freigabe oder Kontrolle des Unternehmens. Dabei werden häufig öffentliche KI-Dienste wie ChatGPT, Claude, Gemini oder andere Sprachmodelle genutzt, um E-Mails zu schreiben, Dokumente zu analysieren, Code zu erstellen oder Daten auszuwerten. Das eigentliche Problem ist dabei nicht die Nutzung der KI selbst, sondern die unkontrollierte Verarbeitung von Unternehmens- und Kundendaten ausserhalb der definierten Sicherheits- und Compliance-Prozesse.
Beispiel
Ein Vertriebsmitarbeiter möchte schneller auf eine Kundenanfrage reagieren. Er kopiert den bisherigen E-Mail-Verlauf in sein privates ChatGPT-Konto und bittet die KI, eine professionelle Antwort zu formulieren.
Die Anfrage enthält:
- Namen der Ansprechpartner
- Preisvereinbarungen
- Vertragsdetails
- technische Informationen
- interne Projektbezeichnungen
Obwohl der Mitarbeiter lediglich Zeit sparen wollte, wurden vertrauliche Unternehmens- und Kundendaten an einen externen KI-Dienst übermittelt – ohne Freigabe des Unternehmens.
Was versteht man unter Shadow AI?
Der Begriff Shadow AI leitet sich von Shadow IT ab. Während bei Shadow IT Mitarbeitende ohne Zustimmung der IT-Abteilung eigene Software oder Cloud-Dienste einsetzen, beschreibt Shadow AI den unkontrollierten Einsatz von künstlicher Intelligenz im Unternehmensalltag.
Typische Beispiele sind:
- Ein Mitarbeiter kopiert eine E-Mail-Konversation in ChatGPT, um eine Antwort formulieren zu lassen.
- Eine Projektleiterin lässt einen Quartalsbericht durch ein KI-Modell zusammenfassen.
- Ein Entwickler nutzt ein privates KI-Abonnement, um produktiven Quellcode analysieren oder optimieren zu lassen.
- Eine Marketingmitarbeiterin erstellt mit einer öffentlichen KI Texte oder Bilder auf Basis interner Produktinformationen.
- Der GL-Assistent erstellt während der GL-Sitzung eine Sprachaufnahme, lässt diese mit ChatGPT transkribieren und anschliessend automatisch zusammenfassen, anstatt das Protokoll von Hand zu erstellen.
Oft geschieht dies nicht aus böser Absicht, sondern weil Mitarbeitende effizienter arbeiten möchten und die Vorteile moderner KI-Systeme nutzen wollen.
Warum entsteht Shadow AI überhaupt?
Die Einführung leistungsfähiger KI-Systeme hat den Arbeitsalltag grundlegend verändert. Viele Mitarbeitende nutzen diese Werkzeuge bereits privat und erkennen schnell, wie stark sie sich damit Routinearbeiten erleichtern können. Gerade kleinere Unternehmen hinken jedoch sowohl bei der Einführung klarer Richtlinien als auch bei der Bereitstellung geeigneter Unternehmenslösungen dem tatsächlichen Bedarf hinterher. Mitarbeitende weichen deshalb häufig auf kostenlose oder private KI-Dienste aus.
Unternehmen stehen dabei vor einem Dilemma:
- Verbieten sie den Einsatz von KI vollständig, nutzen Mitarbeitende häufig trotzdem private KI-Dienste.
- Erlauben sie den Einsatz ohne klare Regeln und geeignete Unternehmenslösungen, entstehen Datenschutz-, Compliance- und Sicherheitsrisiken.
Shadow AI entsteht deshalb meist dort, wo Unternehmen keine offizielle Alternative bereitstellen, keine klaren Richtlinien definieren und ihre Mitarbeitenden nicht im sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit KI schulen.
Warum ist Shadow AI ein Problem?
Das eigentliche Risiko liegt selten in der KI selbst, sondern in den Daten, die eingegeben werden.
Viele Mitarbeitende unterschätzen, welche Informationen sie an externe Systeme übermitteln. Bereits eine scheinbar harmlose Anfrage kann vertrauliche Inhalte enthalten, beispielsweise:
- Namen von Kunden oder Mitarbeitenden
- interne Projektbezeichnungen
- Vertragsinformationen
- Preise und Margen
- Finanzdaten
- Quellcode
- technische Dokumentationen
- strategische Planungen
Werden solche Informationen in öffentliche KI-Dienste eingegeben, verliert das Unternehmen häufig die Kontrolle darüber, wo und wie diese Daten verarbeitet werden.
Je nach verwendetem Dienst können zudem unterschiedliche gesetzliche Anforderungen gelten, beispielsweise hinsichtlich Datenschutz, Datenresidenz oder internationaler Datenübermittlung.
Shadow AI betrifft nicht nur grosse Unternehmen
Ein häufiges Missverständnis lautet:
"Wir sind zu klein. Uns betrifft das nicht."
Genau das Gegenteil ist häufig der Fall.
Kleine und mittlere Unternehmen verfügen oft über weniger Ressourcen für Governance, Informationssicherheit oder Datenschutz. Gleichzeitig arbeiten Mitarbeitende häufig sehr selbstständig und entscheiden eigenverantwortlich über den Einsatz neuer Werkzeuge.
Dadurch entsteht Shadow AI oft unbemerkt.
Wie können Unternehmen Shadow AI reduzieren?
Ein vollständiges Verbot ist in der Praxis selten erfolgreich. Mitarbeitende kennen die Vorteile moderner KI-Systeme bereits und werden häufig versuchen, diese trotzdem zu nutzen.
Deutlich erfolgreicher ist ein anderer Ansatz:
- klare Richtlinien definieren,
- Mitarbeitende schulen,
- sichere Enterprise-Lösungen bereitstellen,
- einen einfachen Freigabeprozess für neue Anwendungsfälle schaffen.
Wer seinen Mitarbeitenden eine leistungsfähige und sichere Alternative bietet, reduziert die Motivation, auf private oder nicht freigegebene KI-Dienste auszuweichen.
Darf ChatGPT im Unternehmen eingesetzt werden?
Grundsätzlich nein – zumindest nicht, solange das Unternehmen keine klaren Richtlinien, Prozesse und freigegebenen KI-Lösungen definiert hat.
ChatGPT ist nicht das Problem. Das Problem ist der unkontrollierte Einsatz. Ohne klare Vorgaben entscheiden Mitarbeitende selbst, welche Daten sie in KI-Systeme eingeben. Dadurch entstehen erhebliche Risiken hinsichtlich Datenschutz, Informationssicherheit, Compliance und Schutz von Geschäftsgeheimnissen. Bevor ChatGPT produktiv eingesetzt wird, sollten Unternehmen deshalb zunächst eine KI-Governance etablieren.
Darf Claude im Unternehmen eingesetzt werden?
Auch Claude sollte ohne klare Unternehmensrichtlinien nicht produktiv eingesetzt werden.
Viele Mitarbeitende, aber auch Führungskräfte und Geschäftsleitungen, gehen davon aus, dass Claude aufgrund seines guten Rufs im Bereich Datenschutz oder seiner Sicherheitsversprechen grundsätzlich sicher im Unternehmensumfeld eingesetzt werden kann. Tatsächlich gelten jedoch dieselben Grundsätze wie für alle anderen öffentlich zugänglichen Cloud-KI-Dienste: Ohne klare Richtlinien, definierte Prozesse und eine geregelte KI-Governance besteht das Risiko, dass vertrauliche Unternehmens- oder Kundendaten unkontrolliert an externe Systeme übermittelt werden. Nicht das verwendete KI-Modell ist dabei das eigentliche Problem, sondern dessen unkontrollierter Einsatz ausserhalb definierter Unternehmensvorgaben.
Darf Gemini im Unternehmen eingesetzt werden?
Auch Gemini sollte ohne klare Unternehmensrichtlinien, definierte Prozesse und eine geregelte KI-Governance nicht produktiv eingesetzt werden.
Viele Unternehmen gehen davon aus, dass Gemini automatisch sicher ist, weil die Lösung von Google stammt und teilweise in Europa betrieben wird. Tatsächlich gelten jedoch dieselben Grundsätze wie bei anderen Cloud-KI-Diensten: Ohne klare Vorgaben entscheiden Mitarbeitende selbst, welche Daten verarbeitet werden. Dadurch entstehen Risiken für Datenschutz, Compliance und den Schutz von Geschäftsgeheimnissen.
Darf ich die KI-Suche von Google im Unternehmen verwenden?
Grundsätzlich nein – zumindest nicht, solange Ihr Unternehmen keine klaren Richtlinien und Prozesse für den Einsatz von KI definiert hat.
Viele Mitarbeitende gehen davon aus, dass sie lediglich eine normale Google-Suche verwenden. Tatsächlich integriert Google seine KI Gemini zunehmend direkt in die Suchmaschine. Dadurch werden Suchanfragen nicht mehr nur als klassische Suchbegriffe verarbeitet, sondern können von einem Sprachmodell interpretiert und beantwortet werden. Wer dabei Unternehmens-, Kunden- oder Personendaten in die Suchanfrage schreibt, nutzt faktisch einen Cloud-KI-Dienst – mit denselben Datenschutz-, Compliance- und Sicherheitsrisiken wie bei der direkten Nutzung von Gemini.
Warum ist vielen Unternehmen nicht bewusst, dass sie bereits Gemini nutzen?
Google-Suche ist heute mehr als eine Suchmaschine
Früher bestand die Google-Suche hauptsächlich aus einer Liste passender Webseiten. Heute liefert Google zunehmend KI-generierte Antworten, Zusammenfassungen und Problemlösungen direkt über Gemini.
Dadurch verschwimmt für viele Nutzer die Grenze zwischen einer klassischen Suchmaschine und einem KI-Assistenten. Fragen wie:
- Warum funktioniert die VPN-Verbindung bei Kunde XY nicht?
- Analysiere diesen Fehler in unserem SQL-Server.
- Verbessere diese E-Mail an unseren Kunden.
- Erkläre mir diesen Vertrag.
werden heute häufig direkt über die Google-Suche oder andere Google-Dienste gestellt. Vielen Mitarbeitenden ist dabei nicht bewusst, dass diese Anfragen bereits durch Gemini verarbeitet werden können und damit denselben Datenschutz-, Compliance- und Sicherheitsanforderungen unterliegen wie die direkte Nutzung eines KI-Chatbots.
Dabei ist jedoch nicht nur die Nutzung von Gemini kritisch. Grundsätzlich sollten Unternehmens-, Kunden- oder Personendaten ohne ausdrückliche Freigabe, klar definierte Prozesse und geeignete Richtlinien nicht auf externen Cloud-Diensten verarbeitet werden – unabhängig davon, ob es sich um einen KI-Chatbot, eine KI-gestützte Suchmaschine oder einen anderen Cloud-Service handelt.
Wie können Unternehmen das Risiko einer KI-Anwendung beurteilen?
Das Risiko einer KI-Anwendung hängt nicht in erster Linie vom verwendeten KI-Modell ab, sondern davon, welche Daten verarbeitet werden, wo diese verarbeitet werden und welche Folgen ein Datenabfluss oder eine fehlerhafte Verarbeitung für das Unternehmen hätte. Mit wenigen einfachen Fragen lässt sich bereits eine erste Risikoeinschätzung vornehmen – auch ohne vertiefte IT- oder KI-Kenntnisse.
Welche Daten machen eine KI-Anwendung besonders risikoreich?
Nicht jede Information ist gleich kritisch. Je sensibler die verarbeiteten Daten sind, desto höher ist das Risiko. Während öffentlich verfügbare Informationen meist unproblematisch sind, können Kundendaten, Verträge, Finanzzahlen oder Quellcode erhebliche Datenschutz-, Compliance- und Sicherheitsrisiken verursachen.
Wie beeinflusst der Speicherort der Daten das Risiko einer KI-Anwendung?
Der Speicherort der Daten ist ein wichtiger Faktor bei der Risikobeurteilung einer KI-Anwendung. Je nach Land gelten unterschiedliche Datenschutzgesetze und Behörden können unter bestimmten Voraussetzungen auf Daten zugreifen. Gleichzeitig entscheidet aber nicht allein der Standort über das Risiko. Ebenso wichtig ist, ob die Daten für das Training von KI-Modellen verwendet werden, wie sie gespeichert werden und welche vertraglichen und technischen Schutzmassnahmen der Anbieter bietet.
Schweizer Cloud
Werden Daten ausschliesslich in der Schweiz verarbeitet und von einem Schweizer Unternehmen betrieben, gilt grundsätzlich das Schweizer Datenschutzgesetz (DSG). Für viele Schweizer Unternehmen bietet dies die grösste Rechtssicherheit, insbesondere wenn ausschliesslich Schweizer Kundendaten verarbeitet werden.
Europäische Cloud
Bei einer Verarbeitung innerhalb der Europäischen Union gilt in der Regel die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Diese stellt hohe Anforderungen an Datenschutz und Transparenz und bietet ebenfalls ein hohes Schutzniveau. Für Schweizer Unternehmen ist dies insbesondere dann interessant, wenn sie regelmässig mit Kunden oder Niederlassungen innerhalb der EU zusammenarbeiten.
US-amerikanische Cloud
Bei Anbietern mit Hauptsitz in den USA können zusätzlich US-amerikanische Gesetze wie der CLOUD Act zur Anwendung kommen. Unter bestimmten gesetzlichen Voraussetzungen können US-Behörden den Zugriff auf Daten verlangen – selbst wenn diese ausserhalb der USA gespeichert werden. Für Unternehmen mit besonders schützenswerten Daten sollte dieser Aspekt deshalb sorgfältig geprüft werden.
Verwendung der Daten für das Training
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Frage, ob eingegebene Daten für das Training oder die Verbesserung von KI-Modellen verwendet werden. Viele moderne Enterprise-Lösungen schliessen eine Nutzung der Kundendaten für Trainingszwecke vertraglich aus, während dies bei kostenlosen oder privaten Versionen je nach Anbieter möglich sein kann. Unternehmen sollten deshalb stets prüfen, welche Regelungen für das eingesetzte Produkt gelten und ob diese den eigenen Datenschutz- und Compliance-Anforderungen entsprechen.
Welche Daten dürfen niemals in eine öffentliche KI eingegeben werden?
Grundsätzlich sollten alle vertraulichen Unternehmens-, Kunden- und Personendaten nicht in öffentliche Cloud-KI-Dienste eingegeben werden, sofern diese nicht ausdrücklich durch das Unternehmen freigegeben wurden. Je grösser der mögliche Schaden bei einer Offenlegung, desto eher gehören die Daten nicht in ein öffentliches KI-System.
Viele Mitarbeitende gehen davon aus, dass nur offensichtliche Informationen wie Passwörter oder Kreditkartendaten problematisch sind. Tatsächlich ist der Kreis der schützenswerten Informationen jedoch deutlich grösser.
Besonders kritisch sind unter anderem:
- Personen- und Kundendaten
- Verträge und rechtliche Dokumente
- Preisvereinbarungen, Offerten und Kalkulationen
- Finanzzahlen und Geschäftsergebnisse
- Strategien, Businesspläne und interne Entscheidungsgrundlagen
- Forschungs- und Entwicklungsdaten
- Produktiver Quellcode und Softwarearchitekturen
- Interne Dokumentationen, Sitzungsprotokolle und Projektunterlagen
- Zugangsdaten, API-Keys und Konfigurationsdateien
Eine einfache Faustregel hilft bei der Beurteilung:
Würde ich diese Informationen einem Mitbewerber oder einer fremden Person zeigen?
Lautet die Antwort Nein, sollten die Daten grundsätzlich auch nicht in eine öffentliche KI eingegeben werden.
Ist eine Enterprise-KI automatisch sicher?
Nein. Eine Enterprise-Lösung reduziert viele Risiken gegenüber kostenlosen oder privaten KI-Diensten erheblich, macht den Einsatz jedoch nicht automatisch sicher. Auch Enterprise-KI benötigt klare Richtlinien, technische Schutzmassnahmen und einen verantwortungsvollen Umgang mit Unternehmensdaten.
Enterprise-Lösungen bieten gegenüber öffentlichen KI-Diensten häufig entscheidende Vorteile. Viele Anbieter verzichten vertraglich auf die Nutzung der Kundendaten für das Training ihrer Modelle, stellen Administratoren umfangreiche Sicherheits- und Compliance-Funktionen zur Verfügung und ermöglichen eine bessere Kontrolle über Benutzer, Zugriffe und Daten.
Dennoch bleiben wichtige Fragen bestehen.
Unternehmen sollten insbesondere prüfen:
- In welchem Land werden die Daten verarbeitet?
- Welches Datenschutzrecht gilt?
- Welche Daten werden gespeichert und wie lange?
- Welche vertraglichen Zusicherungen macht der Anbieter?
- Welche technischen Sicherheitsfunktionen stehen zur Verfügung?
- Welche Daten dürfen Mitarbeitende überhaupt eingeben?
Auch mit einer Enterprise-Lösung können Mitarbeitende vertrauliche Informationen an die falsche Stelle übermitteln oder interne Richtlinien umgehen. Eine sichere KI-Nutzung entsteht deshalb erst durch das Zusammenspiel aus geeigneter Technologie, klaren Prozessen, Schulungen und einer wirksamen Governance.
Welche KI-Lösung empfiehlt sich heute für Schweizer Unternehmen?
Eine pauschale Empfehlung gibt es nicht. Die geeignete Lösung hängt von den Anforderungen des Unternehmens, den verarbeiteten Daten und den Compliance-Vorgaben ab. Für die meisten Schweizer Unternehmen empfiehlt sich jedoch eine Enterprise-Lösung mit europäischer oder Schweizer Infrastruktur und klar geregeltem Datenschutz.
Kostenlose oder private KI-Dienste eignen sich für den professionellen Unternehmenseinsatz nur eingeschränkt, da sie häufig nicht die erforderlichen Sicherheits-, Verwaltungs- und Compliance-Funktionen bieten.
Unternehmen sollten deshalb Lösungen bevorzugen, welche:
- eine Enterprise-Version anbieten,
- den Umgang mit Unternehmensdaten vertraglich regeln,
- Administratoren Sicherheits- und Compliance-Funktionen bereitstellen,
- eine Datenverarbeitung innerhalb Europas oder der Schweiz ermöglichen,
- bei Bedarf dedizierte oder On-Premises-Betriebsmodelle unterstützen.
Aus heutiger Sicht bietet Mistral AI für viele Schweizer Unternehmen ein besonders ausgewogenes Gesamtpaket. Das Unternehmen stammt aus Europa, bietet Enterprise- sowie Self-Hosting-Lösungen an und ermöglicht dadurch eine hohe Datenkontrolle. Für Unternehmen mit besonders hohen Anforderungen an Datenschutz oder regulatorische Vorgaben können zudem Schweizer Anbieter interessant sein, welche europäische oder Open-Source-Modelle in Schweizer Rechenzentren betreiben.
Die Wahl der passenden Lösung sollte jedoch immer auf einer individuellen Risikoanalyse basieren und nicht ausschliesslich auf Funktionsumfang oder Preis